Ein geglaubter Sieg, eine gefühlte Niederlage

Der USC Eibesthal erreichte im Spiel in und gegen Ottenthal nicht mehr als ein 2:2 Unentschieden und das nach einer 0:2 Pausenführung. Die Tore für die Gäste erzielten Dominik Ziegler und Stefan Schöfbeck. Seit nunmehr neun Partien wartet man auf einen Sieg. Eibesthal steht somit weiterhin auf den vorletzten Tabellenplatz der 2. Klasse Weinviertel Nord.

Im Vergleich zur Vorwoche gab es nur eine Änderung in der Startelf, Patrick Ott wurde vom wieder spielberechtigten Christoph Eigner ersetzt. Der USC fand gut in das Match und übernahm fortan die Kontrolle, das erste Tor gelang gleich in Minute 12. Ein weiter Pass wurde von einem Ottenthaler abgefälscht und fiel vor die Füße von Dominik Ziegler, dieser lief bedrängt auf das gegnerische Tor und vollendete. Die frühe Führung war gelungen. Bloß neun Minuten später wurde erhöht, Leonhard Strobl wurde auf der linken Seite von Stefan Fritsch geschickt, punktgenau lieferte er die Flanke auf die Birne des Kopfballungeheuers Stefan Schöfbeck – 0:2. Vor dem Pausenpfiff gab es noch Chancen auf den dritten Treffer, doch Stefan Fritsch verwurschtelte sich im Strafraum und auch Ondrej Spanels Versuch bei einem Freistoß ging daneben.

Nach der Pause wurde Ottenthal gefährlicher, doch der USC hatte weiterhin Chancen auf die Entscheidung. Ondrej Spanel kam nach einer Ecke im Strafraum an den Ball, wuchtig schoss er aber genau einen Gegenspieler an. Christoph Eigner sah sich in der gleichen Situation wie Stefan Schöfbeck beim 0:2, er wurde mustergültig von Leonhard Strobl bedient, doch dessen Schuss segelte hoch über den Kasten. Mit Fortdauer wurde das Spiel immer rauer und das kam der Heimmannschaft zu Gute. In Minute 76 gelang ihnen der Anschlusstreffer, Schiedsrichter Lorenz Schindler pfiff auf der linken Seite in Strafraumnähe ein Foul von Johannes Stadlbacher, eine sehr fragwürdigen Entscheidung, aus der Flanke und dem folgenden Kopfball von Markus Fassler resultierte das 1:2. Danach folgte die wohl fatalste Fehlentscheidung des Offiziellen, Stefan Schöfbeck tanzte auf der rechten Seite der Spielfeldmitte zwei Gegenspieler aus und sah sich alleine auf das Tor zulaufen, der erste dieser zwei Spieler foulte die Nummer 8, das lies der Schiedsrichter aber nicht weiterlaufen, er pfiff und entschied auf Foul. So nahm er dem USC die Möglichkeit auf die Entscheidung. Kurz vor Ende die nächste sonderbare Entscheidung: Vinzenz Stadlbacher legte an der Strafraumgrenze unbewusst einen Ottenthaler, dieser schrie und heulte, Lorenz Schindler zückte die Gelbe Karte, folglich auch Gelb-Rot. Diese einseitige Kartenverteilung spiegelte sich auch wieder, die Hausherren sahen keinen Karton, die Eibesthal hingegen gleich sechs und das bei ähnlich rauem Spiel der beiden Mannschaften. In Minute 91 gelang der Heimmannschaft zu allem Überfluss noch der Ausgleich, Dominik Schütz schoss bei einem Freistoß in die Mauer und von dort wurde der Ball unhaltbar für Jan Vesely abgefälscht. Danach unterband Schiedsrichter Schindler mit seinem letzten Pfiff auch noch einen Konter der Eibesthaler und krönte so seine Leistung.

Der geglaubte Sieg wurde so zur gefühlten Niederlage, es ist ein Punkt, der mehr schmerzt, als freut. Der USC tanzt weiter auf der stellte und das vor dem legendären Derby gegen Wilfersdorf. Doch gegen den ewigen Rivalen steht Eibesthal gut da, die vergangenen fünf Aufeinandertreffer wurden nicht verloren, zwei davon gewonnen. Alles schaut kommenden Sonntag nach Eibesthal, dann müssen die Spieler des USC für ihren Verein und für die Ehre die drei Punkte im eigenen Stadion halten.


UKJ Ottenthal : USC Eibesthal – 2:2 (0:2)

0:1: Dominik Ziegler (12.)
0:2: Stefan Schöfbeck (21.)
1:2: Markus Fassler (76.)
2:2: Dominik Schütz (91.)

Aufstellung: Jan Vesely – Martin Mock, Johannes Stadlbacher, Stefan Schulz, Dominik Ziegler, Christoph Eigner, Stefan Schöfbeck, Ondrej Spanel, Stefan Fritsch, Leonhard Strobl, Vinzenz Stadlbacher

Reserve:
UKJ Ottenthal : USC Eibesthal – 0:3 (0:2)

0:1: Stefan Dopler (12.)
0:2: Christoph Rabenreither (40.)
0:3: Thomas Prinz (55.)


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Leonhard Strobl machte auf der linken Seite Dampf. Oftmals spielte er seine Schnelligkeit aus und zog seinen Gegenspielern davon.
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0:1 und das Spiel komplett im Griff: Der USC kontrollierte in der ersten Halbzeit Ball und Gegner, Ottenthal hatte nur wenig zu melden.
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Der König der Lüfte: Stefan Schöfbeck bejubelte sein Kopfballtor, er wurde zuvor mustergültig von Leonhard Strobl bedient.
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Ondrej Spanel hatte die Chance auf den dritten Treffer, doch diesmal gelang der Freistoß nicht wie sonst schon so oft.
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Da war die Welt noch in Ordnung: Mit einer zwei Tore Pausenführung ging es in die Kabinen, danach wendete sich das Blatt.
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Der Anschluss gelang den Ottenthaler in der 76 Spielminute, resultierend aus einem zweifelhaften Freistoß für die Heimmannschaft.
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Fragwürdiger Freist0ß Nummer 2: Wer schreit, gewinnt. Das taten die Hausherren, so erreichten sie noch ein schmeichelhaftes 2:2.

-Johannes Stadlbacher